Nach einer soeben veröffentlichten Statistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungs-Wirtschaft (GDV) betrugen die Schaden-Aufwendungen im Rekordjahr 1993 noch umgerechnet 800 Millionen Euro. Seinerzeit wurden fast 106.000 PKW gestohlen.
Lob der Wegfahrsperre
Seit dieser Zeit sind die Schadenzahlungen Dank fallender Diebstahl-Quoten ständig gesunken und betrugen im vergangenen Jahr nur noch knapp 294 Millionen Euro.
Als Hauptgrund für die rückläufigen Diebstahl-Quoten nennt der GDV die serienmäßige Einführung elektronischer Wegfahrsperren für Neuwagen ab Jahrgang 1995.
Diebstahl kaskoversicherter PKW | |||
Japaner sind bei Dieben unbeliebt
Bei den gestohlenen Automarken führen VW, Audi, Mercedes und BMW die Statistik an. Mit einem Rückgang von 20,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr scheinen sich allerdings Mercedes-PKW bei Dieben einer ständig geringeren Beliebtheit zu erfreuen.
Einen deutlichen Rückgang gab es auch bei Autos aus Fernost. Insbesondere von Toyota- (minus 25,3 Prozent), Mazda- und Nissan-PKW (je 18,6 Prozent minus) wollten Diebe im vergangenen Jahr nur noch wenig wissen.
Geländewagen am beliebtesten
Spitzenreiter bei den einzelnen gestohlenen Modellen war der BMW-Geländewagen X5 4.4i. Mit einer Quote von 33,7 gestohlenen Autos pro 1.000 versicherten Wagen reizte kein Auto die Diebe mehr.
Weit abgeschlagen folgt an zweiter Position mit einer Quote von 11,7 der VW Caravelle Multivan 2,5 TDI, gefolgt von acht weiteren deutschen PKW-Modellen.
Die hohen Sprit-Preise scheinen für die Täter übrigens kein Kriterium zu sein. Denn immerhin verbraucht der knapp 63.000 Euro teure BMW nach Werksangaben je nach Fahrweise zwischen 10,2 und 18,2 Liter auf 100 Kilometer.
Wolfgang A. Leidigkeit