Die Frage, ob sie im vergangenen Jahr mehr als drei Maßnahmen zum Erhalt beziehungsweise zur Verbesserung ihrer Gesundheit ergriffen hätten, beantworteten 41 Prozent der Deutschen mit ja. Damit sind in Europa nur die Finnen (48 Prozent) noch gesundheitsbewusster.
Bei den Deutschen besonders beliebt ist die Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen, die von 56 Prozent der Befragen (europäischer Durchschnitt 42 Prozent) präferiert wird. An Position zwei folgen Maßnahmen zur Gewichtsreduzierung (53 Prozent), vor sportlichen Aktivitäten (39 Prozent) auf Rang drei.
Das Rauchen haben hingegen nur 15 Prozent der Befragten aufgegeben, um etwas für ihre Gesundheit zu tun.
Dafür haben immerhin 10 Prozent der Umfrageteilnehmer aus Deutschland eine private Kranken- beziehungsweise eine private Zusatzversicherung zur Absicherung ihrer Gesundheit abgeschlossen. Diese Quote lag nur in den Niederlanden (19 Prozent) und in Belgien (12 Prozent) höher als hierzulande.
Was haben Sie in den vergangenen zwölf Monaten getan, um Ihre Gesundheit zu verbessern oder abzusichern? | ||
| Deutschland | Europäischer Durchschnitt |
Regelmäßige Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen | 56% | 42% |
Versucht, Gewicht zu reduzieren | 53% | 45% |
Sportliche Aktivitäten erhöht | 39% | 40% |
Functional Food ausprobiert | 24% | 29% |
Naturheilmittel zu mir genommen | 20% | 22% |
Rauchen aufgegeben | 15% | 16% |
Vom Heilpraktiker behandeln lassen | 13% | 13% |
Private Krankenversicherung abgeschlossen | 10% | 8% |
Quelle Reader’s Digest; Mehrfachnennungen möglich | ||
Außer den Schweizern (92 Prozent) gehören die Deutschen zu den in Gesundheitsfragen am besten informierten Personen in Europa.
Stolze 87 Prozent der Befragten gaben an, über Gesundheitsthemen und Behandlungsmöglichkeiten sehr gut informiert zu sein. Der europäische Durchschnitt beträgt in dieser Frage 72 Prozent.
Ebenso wie in den anderen europäischen Ländern genießen die Ärzte als Informationsquelle in Deutschland das höchste Vertrauen. Sie werden von 98 Prozent der Befragten als erste Adresse genannt. Auf Rang zwei folgen Medieninformationen (85 Prozent), vor Broschüren und Faltblättern (76 Prozent).
Knapp ein Drittel der Befragen Deutschen (29 Prozent) vertraut hingegen auf Informationen aus dem Internet (zu dieser Frage waren Mehrfachnennungen möglich).
Anders als sicherlich von vielen erwartet, hat der Ärztestreik das Vertrauen der Deutschen in die Ärzteschaft nicht erschüttert.
Im Gegenteil: Nur 18 Prozent der Befragten gaben an, den Streik nicht zu unterstützen. 68 Prozent hingegen sprachen von einer weitgehenden Unterstützung. Der Rest der befragten Deutschen wollte sich zu dieser Frage nicht äußern.