Steuerliche Förderungen spielen nur eine untergeordnete Rolle bei der Auswahl einer Vorsorgeform, so die Studie.
Nur 20,7 Prozent stimmten der Aussage zu, dass sie "für den Erhalt staatlicher Förderung oder Steuerleichterungen" in Kauf nehmen würden, "dass die angesparte Summe nicht vererbt, übertragen oder beliehen" werden kann.
Frei über Mittel verfügen
Besonders gering ist die Zustimmung zu diesen typischen Kriterien der Basis-Rente - besser bekannt als Rürup-Rente - in Ostdeutschland. Tendenziell größeres Interesse zeigen ältere Personen ab 50 Jahre. Besonders gering ist die Zustimmung bei jungen Menschen und bei Personen mit höherer Schulbildung.
Wichtig hingegen ist den Deutschen, dass sie frei über die angesparten Mittel verfügen können und dass Hinterbliebene abgesichert werden. In verschiedenen Fragestellungen ermittelte Emnid, wie groß die "Leidensbereitschaft" in dieser Hinsicht ist.
Steuervorteile nicht kaufentscheidend
Immerhin 60,7 Prozent würden auf staatliche Förderung und Steuererleichterung verzichten, wenn dafür die Vorsorge in einer Summe ausgezahlt und die Angehörigen im Todesfall abgesichert werden, "aber nur wenn die Auszahlung dann steuerfrei wäre".
Gut die Hälfte der Befragten würde sogar eine Ertragsbesteuerung von 50 Prozent zum Auszahlungszeitpunkt akzeptieren, wenn die Leistung als Rente gewährt und zusätzlich die Angehörigen im Todesfall abgesichert werden.
Einschränkung ist Nachteil
Fazit: Die Beschränkungen im Hinblick auf die freie Verfügbarkeit werden von einer Mehrheit der Deutschen als deutlicher Nachteil empfunden.
Für die Lebensversicherung spricht, dass fast 40 Prozent der Befragten angaben, vor allem an der freien Verfügbarkeit des angesparten Betrages und der Auszahlung in einer Summe interessiert zu sein. Dafür würden sie auch eine Besteuerung nach dem Halbeinkünfte-Verfahren hinnehmen.
Matthias Beenken